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Cai & the Pirinhas

In einer kleinen Tennessee-Kneipe in der Nähe von Memphis hatten sich Pete und Cai nach einer Schlägerei mit Caipirinhas die Kopfschmerzen vertrieben, die unverständlicher Weise am nächsten Tag noch schlimmer waren. Es spielte eine Rock'n'Roll Band, die ihresgleichen suchte.

Eine (zugegeben nicht ganz neue) Idee war geboren: Spaß & Rock'n'Roll nach Europa zu bringen. Pioniere, wie Dick Brave, der Gerüchten nach schon wieder mit dem Flugzeug abgestürzt sei, oder auch die aus Berlin stammenden Baseballs haben ihr Bestes gegeben den Rockabilly Livestyle und die bodenständige Musik in Old Germany zu etablieren.

Jetzt aber wollten die Pirinhas das Territorium erobern... oder zumindest erweitern.

Aber zwei verkaterte Musiker machen keine Band aus. Wo findet man einen Rockabilly-Gitarristen, der sein Instrument beherrscht und die Frauen um den Verstand bringt? Wo einen Bassisten, der selbst auf einem E-Bass balancieren kann und den Slapbass spielt, bis die Finger qualmen und die Knochen bersten? Und wo gibt es einen Schlagzeuger, der selbst auf Blechdosen einen Sound abliefert, der hartgesottene Männerherzen doppelt schlagen lässt?

Nach wochenlanger Suche traf Cai auf Arth den Gitarristen, der an einem alten Bunker Songs von Gene Vincent, Eddie Cochran und Carl Perkins so überzeugend spielte, dass Cai spontan einstieg. Arth war sofort bereit alles zurückzulassen und endlich das zu tun, wofür er geboren war. Rock'n'Roll zu spielen und den Frauen den Kopf zu verdrehen.

Pete traf bei der Erneuerung einiger Klaviertasten unterwegs auf Tom, der gerade den fünften Satz Kontrabass-Saiten auf ihre Qualität überprüfte. Pete überredete ihn auf ein paar Caipis mit in den nächsten Pub zu gehen, wo er ihn davon überzeugen konnte, dass man den Kontrabass am besten bei den Pirinhas spiele. Tom willigte ein und machte sich mit Pete auf die Reise in den heimischen Proberaum. Nachdem Tom von einer anderen Band abgeworben wurde, wurde Danny als Kontrabassist rekrutiert.

Kurz vor dem Ziel, alle vier vereint, lief ihnen ein Betrunkener vors Auto, der torkelnd seine Drumsticks in die Höhe hielt, bevor er auf die Straße fiel, aufstieg und den irrsten Sound überhaupt auf der Motorhaube von Petes heiß geliebtem Camaro spielte. Der Mann musste mit. Drummer-Tom - oder einfach nur Drom - spielte selbst im Delirium Schlagzeug wie ein Uhrwerk.

fisch